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Textanalyse: Kurzgeschichte “Das Brot” von Wolfgang Borcher ©
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Interpretation
German Studies

University, School

Moscow State Linguistic University
2013

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Textanalyse

Kurzgeschichte “Das Brot” von Wolfgang Borcher

Der vorliegende Text stammt von einem der bekanntesten Vertreter der Trümmerliteratur Wolfgang Borchert, der ein kurzes Leben hatte, in dem es den zweiten Weltkrieg, Armut und Krankheit gab. Aber er brachte es auch fertig, in dieser Zeit seine Werke zu schaffen.

Die Kurzgeschichte “Das Brot” wurde im Jahre 1946 geschrieben. Der Text gehört zur dieser Textsorte, weil er solche Merkmale der Kurzgeschichte beherrscht:

o   Das ist eine Alltagsgeschichte;

o   Der Text ist nicht lang;

o   Der Text hat fast keine Einleitung, er beginnt sogar mit Worte: “Plötzlich wachte sie auf;

o   Der Bericht geht aus der Distanz;

o   Es gibt hier Andeutungen und Symbole;

o   Die Geschichte spielt an einem Ort;

o   das Thema dieser Geschichte ist als ein Problem dieser Zeit aktuell;

o   im Mittelpunkt stehen nur zwei Hauptpersonen.

Das Thema des Textes ist eine Familienkrise.

Meiner Meinung nach besteht der Hauptgedanke darin, dass man verständnisvoll sein und einander beistehen muss um alle Krisen zu überwinden.

 

Inhalt

Um Halb drei in der Nacht wacht plötzlich die Frau auf. Sie bemerkt, dass ihr Mann nicht mehr neben ihr im Bett liegt und hört etwas aus der Küche. Als sie nachschaut, sieht sie ihren Mann und das Brot mit den Krümeln auf dem Tisch. Der Mann sagt, dass er etwas aus der Küche gehört hat. Obwohl die Frau weiß, dass er lügt, hilft sie ihm aus der unangenehmen Situation heraus. Später als sie zusammen im Bett liegen sie hört, wie er langsam und leise kaut. Am nächsten Abend gibt die Frau ihrem Mann eine Scheibe Brot von ihr. Dem Mann ist es unangenehm, aber er nimmt das Brot an.

Analyse

Der Text beginnt mit dem Adverbien plötzlich und das ist erstens ein Merkmal der Kurzgeschichte: gleich zur Handlung und zweitens bringt das dem Leser Unruhe. Auch dass die Frau selbst nicht versteht, warum sie aufgewachsen ist, alarmiert den Leser. Heißt das, dass es für sie nicht typisch ist, aber etwas hat sie dazu bewogen. Hier finden wir die erste Zeitangabe: Halb drei. Es wird mehrmals wiederholt(“Die Uhr war Halb drei”; “um Halb drei in der Küche”), als ob es unglaublich war. Es ist Mitte in der Nacht, dunkel und still und in der Küche gibt es ein Geräusch. Zuerst sieht das wie etwas Kriminelles aus. Ich glaube, dass es eine Andeutung ist, dass die Tat des Mannes so eine Art Verbrechens ist. Es ist dunkel und still und als die Frau seinen Mann sucht, findet sie, dass sein Bett leer ist. „Sie machte das Licht“, das Licht, das seinen Verrat aufdeckt. Das alles zeigt auf die Krise, die in dieser Familie herrscht: alles ist so kalt, trügerisch und dunkel. Die beiden sehen im Moment der Krise alt aus. Sogar die Dachrinne, mit deren vorher alles gut war, schlägt immer bei Wind gegen die Wand. Für die Frau ist es unentbehrlich: sie waren 39 Jahre zusammen und sie konnte seine Lüge nicht verstehen, sie will sie einfach nicht akzeptieren: Sie sah ihn nicht an, sie sah den Teller nicht an, sie machte keine Vorwürfe und sogar kam sie zur Hilfe, als er sich ungeschickt zu rechtfertigen versuchte. Sie kümmerte sich um ihn:so vielmals sagt sie ihn, dass er zu Bett gehen muss, sonst erkältet er sich. Im Bett ist es jetzt auch sehr dunkel und kalt.

Am nächsten Tag lügt sie ihn, aber seinetwegen. Das Lampenlicht symbolisiert das Ende der Krise: es ist nicht mehr dunkel, nicht mehr kalt, sie können einander nicht mehr lügen.

 Früher gab es viele Bräuche, die mit dem Brot in Verbindung standen und darauf hinwiesen, dass Brot etwas Besonderes ist, was die Menschen zum Leben brauchen. Brot ist etwas Heiliges — es ist Symbol des Lebens, sowie ein Symbol der Familieneinheit. In diesem Text  stoßen diese zwei Bedeutungen zusammen: man muss wählen, was er braucht. Hier symbolisiert der Mann das Streben nach Leben und opfert das Familienglück, und die Frau im Gegenteil wählt die Familie aus.

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