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Final thesis
German studies

University, School

Universität Wien - Alma Mater Rudolphina

Grade, Teacher, Year

1023dsvgs

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Analyse der Textsorte

"Fabel"


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Struktur und Hauptmerkmale der Fabel

3. Analyse eines konkreten Beispiels

4. Zusammenfassung und Schlussfolgerung

5. Literaturverzeichnis


1. Einleitung

Schon seit Tausenden von Jahren werden Fabeln auf neue Generationen übertragen. Heutzutage sind sie ein unvermeidlicher Teil des Unterrichts, wobei sie vor allem zur Pädagogisierung und Moralisierung der Kinder dienen, obwohl sie in der Vergangenheit auch zu gesellschaftspolitischen Zwecken benutzt wurden.

Eine Fabel kann also jeder Mensch erkennen, aber was in diesem Seminar bearbeitet wird, sind genaue Merkmale, die für eine Fabel charakteristisch sind. Zuerst werden die Struktur und der Aufbau der Fabel theoretisch beschrieben, dann wird ein konkretes Beispiel nach diesen Prinzipien analysiert und schließlich werden alle Besonderheiten der Fabel noch einmal zusammengefasst.

2. Struktur und Hauptmerkmale der Fabel

 Die Fabel wurde als eine Erzählung definiert, in der Tiere, Pflanzen oder Dinge eine führende Rolle spielen und in der eine bestimmte Lehre verdeutlicht werden soll (vgl. Leibfried 1976, S. 1).

Fabeln sind in erster Linie kurz und können sowohl mündlich als auch schriftlich vermittelt werden. Außer in Schulbüchern, Sammlungen und Bilderbüchern kann man sie heute auch im Internet finden, besonders diejenigen, die eine größere Popularität genießen, wie etwa Äsopische Fabeln.

Der inneren Struktur nach ist die Fabel meistens dreiteilig – sie besteht aus der Erzählung, der Brücke und der Lehre. Die Erzählung ist ganz knapp und ist eine Art Einleitung in die Situation. Die Brücke bezieht sich auf die Situation, die entsteht und in der eine Lehre Anwendung finden soll, wobei es wichtig ist, dass die Situation dem Leser aus eigener Erfahrung schon bekannt ist, bzw. dass er sie mit einer Situation aus dem realen Leben vergleichen kann.

Am Ende kommt die Lehre, auch Pointe oder Moral genannt, meistens in Form von einem oder ein paar Sätzen, die als Gegenrede im Dialog zwischen Figuren erfolgt.

Wegen dieses dialogischen Charakters treten in der Fabel in der Regel nur zwei Figuren auf. Wenn es mehr als zwei Figuren gibt, dann werden die Figuren gruppiert, damit wiederum nur zwei Parteien vorhanden bleiben, denn die Fabel hat eine „Tendenz zur Zweigliedrigkeit, z.....[read full text]

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Nach Leibfried kann man es auch so beschreiben: „Aus einer real unmöglichen Geschichte werden real gültige Folgerungen gezogen“ (1976, S. 27). Es geht zwar um fiktive Handlungen, aber der Leser begreift die übertragene Bedeutung der Situation, weil sie ihn auf eine Erscheinung oder ein Ereignis aus eigener Erfahrung assoziert.

 


3. Analyse eines konkreten Beispiels

            In diesem Kapitel wird eine konkrete Fabel analysiert. Es geht um eine Äsopische Tierfabel namens 'Ameise und Grille'.

Ameise und Grille

Im Winter trocknete vor dem Bau die Ameise
das Korn, das sie im Sommer eingeheimst hatte.
Da kam die Grille, die sie hungrig anflehte:
„O gib mir Nahrung, sonst rafft mich der Tod hin!“
„Was triebst du denn im Sommer?“ fragte jene.
„Ich war nicht faul, ich sang zu aller Welt Freude.“
Da lachte die und sprach den Weizen wegschließend:
„Sangst du wenn's heiß war, magst du jetzt im Frost tanzen.“[1]

            Nach dem Texttyp ist es ein Appelltext, weil er den Leser etwas belehren will, bzw. er treibt ihn dazu, aus der Handlung bestimmte Schlussfolgerungen zu ziehen. Der Verfasser des Textes ist Äsop, ein antiker griechischer Dichter, der angeblich im 6. Jahrhundert v. Chr. lebte und als Begründer der europäischen Fabeldichtung gilt.

Das Ziel der Fabel ist eine Lehre zu vermitteln, wobei der Adressat des Textes jener Leser ist, der genug Erfahrung hat, um die fiktive Situation mit einer realen Situation zu verbinden und die Lehre zu begreifen. Da das Medium, in dem dieser Text erscheint ein Buch ist, bzw. eine Fabelsammlung, ist es besonders für Schüle.....

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            In dieser Fabel gibt es 8 Sätze, wenn man die direkte Rede als selbständige Sätze betrachtet. Die ersten zwei Sätze sind Satzgefüge und der dritte Satz ist eine Satzverbindung. Weiterhin sind der vierte und der fünfte Satz einfache Sätze, der sechste ist eine (asyndetische) Satzverbindung.

Der siebte Satz ist eine Satzperiode, da zwei Hauptsätze verbunden sind, wobei der zweite Hauptsatz eine Patrizipialkonstruktion als Nebensatz hat. Der achte Satz ist eine Satzperiode. Insgesamt gibt es also 2 Satzgefüge, 2 Satzverbindungen, 2 einfache Sätze und 2 Satzperioden.

Erwähnenswert ist, dass jeder Satz, ungeachtet der Art, ziemlich kurz ist. Was die Prädikate betrifft, sind 10 von ihnen im Präteritum, 3 im Präsens und 1 im Plusquamperfekt. Das Präteritum überwiegt, weil es in den erzählten Teilen vorkommt, sowie auch im Dialog, wenn die Figuren über die Vergangenheit sprechen.

Alle Sätze sind im Aktiv. Bei den Prädikaten überwiegt das Indikativ – 13 finite Verben sind im Indikativ und 1 finites Verb ist im Imperativ – weil sich der Text nicht direkt an den Leser wendet und weil einfach eine (fiktive) Situation nacherzählt wird.

Der Ton der Fabel ist neutral in den Teilen, die als Erzählung verstanden werden, aber im Dialog ist er eher ironisch.

4. Zusammenfassung und Schlussfolgerung

            Es lässt sich also feststellen, dass die Fabel ein kurzer Text ist, mit dialogischem Charakter und dreiteiliger innerer Struktur. Es gibt zwei oder höchstens drei Figuren, deren Ansichten im Kontrast sind, wobei eine Ansicht als erwünscht und die andere als unerwüscht gilt.

Die Figuren sind meistens Tiere, die typisiert und anthropomorphisiert werden, obwohl manchmal auch Menschen, Götter, Pflanzen und Dinge als Figuren vorkommen. Es gibt möglichst wenige Beschreibungen und Ausdehnungen, denn die Pointe liegt am Ende des Textes und sie soll dem Leser eine besti.....

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