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Ein Netter Kerl Kurzgeschichte von Gabriele Wohmann

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Interpretation
German studies

Ein Netter Kerl Kommunikationsanalyse­

University, School

Kolleg Sankt Blasien

Grade, Teacher, Year

10, meier, 2-, text, kurzgeschichte

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Text by Annegrethe B. ©
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Gabriele Wohmann: Ein netter Kerl (1978)

In der Kurzgeschichte "Ein netter Kerl", geschrieben von Gabriele Wohmann aus dem Jahr 1978, geht es um einen Familienkonflikt, welcher durch fehlende Kommunikation, Vorurteilen und Respektlosigkeit entstanden ist. Nachdem Ritas Freund von ihrem Vater zum Bahnhof gebracht wird, macht sich Ritas Familie über ihren Freund lustig, ohne zu wissen, dass er ihr Verlobter ist.

Sie lästern über sein Aussehen und darüber, das er ja "so fett, so weich, so weich!" (Z.9) sei. Doch Rita bleibt standhaft und lässt sich nicht unterkriegen. Sie erzählt der Familie davon, das er ihr Verlobter ist (Z.25) und plötzlich ist es ganz still. Mit Komplimenten wie "Er ist ja ein netter Kerl" (Z.29-30) versuchen sie das Verhältnis zueinander zu retten.

Rita ist jedoch über die Reaktion der Familie enttäuscht. Es ist ihr schon beinahe peinlich, so eine oberflächliche Familie zu haben, denn sie erzählt davon, das er noch bei seiner Mutter leben würde und die gesamte Familie muss nun lachen (Z.16). Als sie ihnen dann erzählt hat, das seine Mutter krank ist, hat wenigstens die Mutter verstanden, dass nun langsam mal gut ist (Z.18-20).

Die Familie ist daher wirklich sehr oberflächlich und besitzt viele Vorurteile, nur weil er dick ist. Sie sind ebenfalls unfreundlich ihm gegenüber und betiteln ihn als große Fette Qualle (Z.24). Rita bleibt aber immernoch gelassen. Sie verteidigt ihren Verlobten und verhält sich nicht so kindisch und feige wie ihre Familie (Z.24-25). Die Einzige, die sich erwachsen verhält ist Milene.

Sie bleibt zunächst mit netten Worten (Z.11) loyal ihrer Schwester gegenüber und sagt, dass er so ganz nett ist (Z.11-12). Ritas Familie ist erschrocken und beschämt gewesen, als sie erfahren haben, das der nette Kerl ihr Verlobter ist (Z.34). Rita ist deshalb auch provokant gegenüber ihrer Familie, denn sie drückt mit ironisch klingenden Worten(Z.28-29) aus, dass ihr die Lästereien egal sind.

Die Überschrift gibt daher den Verlobten sowie die hinterlistigen und teilweise ernst gemeinten Komplimente wieder und ist ebenfalls das Schlüsselwort der Kurzgeschichte. Die Kurzgeschichte wurde in einer alltäglichen und einfach zu verstehenden Sprache geschrieben und spiegelt eine Alltagssituation wieder, welche einen Konflikt enthält. Durch die vielen Adjektive in der Geschichte lässt die Spannung nicht nach, was der Autor vermutlich auch bewirken wollte.

Ebenfalls sind sehr viele Emotionen enthalten, weshalb man sich auch gut in die Personen hineinversetzen kann "Rita hielt sich am Sitz fest" (Z.10). Durch dieses Zitat kann man Ritas Lage gut nachvollziehen und sieht die doch sonst so lustige Familie ("Sie platzten alle heraus" (Z.17)) aus einer anderen Sichtweise. Außerdem wird die Geschichte von einem neutralen Er/Sie Erzähler erzählt, weshalb sich der Leser eigen.....[read full text]

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Als nächstes verwendet der Autor ein Klimax. Erst lacht die Mutter nur "beschämt" (Z.7), doch Nanni steigerte sich weiter in die Situation hinein und lachte "laut heraus" (Z.8). Dadurch möchte der Autor die Aussage nochmal steigern. Nanni hat weiterhin Vorurteile dem Verlobten gegenüber und macht sich weiterhin über das Äußere des Verlobten lustig.

Nun vergleicht sie ihn sogar mit einem alten Mann (Z.8-9). Als nächstes folgt eine Wortwiederholung "Er ist ja so fett, so weich, so weich!" (Z.9) und die Anapher, welche auch gleichzeitig ein Euphismus ist, unterstreicht diesen besonders. Nanni erfreut sich darüber, ihn als fett zu bezeichnen. Das Verschönigen des Wortes lässt ihren Ausruf auch nicht besser aussehen, denn Rita ist bereits enttäuscht.

Sie kann es nicht nachvollziehen, wie ihre Familie nur so feige und so viele Vorurteile besitzen kann, was auch ihre non-verbale Sprache "Rita hielt sich am Sitz fest. Sie drückte die Fingerkuppen fest ans Holz" (Z.9-10) ausdrückt. Milena hat dies wahrscheinlich bemerkt, weshalb sie ihn als "Insichruhend" (Z.11) und "ganz nett" (Z.11) bezeichnet.

Sie möchte Rita gar nicht auslachen und versteht auch, das Rita das Runtermachen des Verlobten bestimmt nicht toll findet. Aber jedesmal kann man das was sie sagt auch anders deuten. Denn sie fügt noch ein "komischerweise" (Z.12) hinzu, was wieder nach Ironie klingt und nicht so, als würde es Milene interessieren, wie es Rita geht. Erneut wird auch Nanni ironisch, denn einerseits nennt sie den Verlobten "nett" (Z.13) aber andererseits redet sie auch davon, das sie sich "jedesmal ekeln" (Z.14) könnte.

Als der Vater nach Hause kam, erzählte er erstmal wie Ritas Freund ängstlich war, dass er seine letzte Bahn noch kriegen würde (Z.15-16). Beim ersten Durchlesen hab ich mir nichts dabei gedacht. Es wirkt wie eine ganz normale Aussage. Doch wenn man sich dies mal genauer anschaut, könnte es ebenfalls ein Herziehen über den Verlobten sein, was das "so was von ängstlich" (Z.16) auch noch bestätigt.

Als Rita nun erzählte, das er auch noch mit seiner Mutter zusammen leben würde, konnte die Familie gar nicht mehr. Alle mussten lachen und konnten schon fast nicht mehr (Z.16-17). Auch wird dadurch gezeigt, wie sich die Familie die ganze Zeit versucht hat, zusammen zu reißen, nun aber nicht mehr kann, weshalb nun auch Milene lachte. Durch die Aussage "Das Holz unter Ritas Fingerkuppen wurde klebrig" (Z.17-18) bemerkt man erst recht, wie es R.....

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Während die Mutter nun versucht das Thema zu wechseln, kann Nanni die Sticheleien einfach nicht unterlassen. Sie provoziert weiter und fragt wann die "große fette Qualle" (Z.24) denn wiederkommen würde und spielt mit der Qualle wieder auf das "weich" (Z.4) an. Es ist des weiteren erneut eine Herabsetzung des Verlobten und diese Metapher verdeutlicht noch einmal wie dick er denn sein könnte.

Dadurch kann sich der Leser ein besseres Bild machen. Die Familie scheint sich gar nicht für Rita oder ihren Verlobten zu interessieren, denn sie fragen gar nicht oder denken sich gar nicht, wie sie sich zur Zeit fühlen könnte. Wie schlecht es ihr erginge, da ihre eigene Familie ihren Freund nicht akzeptieren würde. Sie denken wahrscheinlich es ist nur eine kleine Geschmacksverirrung und würden niemals an eine Verlobung denken, weshalb sie ihn auch als fett bezeichnen.

Außerdem gab es durch den offenen Anfang keine weiteren Hinweise auf den Charakter des netten Kerls. Man selbst erfährt nichts über seine Charaktereigenschaften oder allgemein die Eigenschaften und Verhältnisse der einzelnen Personen, sondern muss sich selbst seinen Teil denken. Gerade Nanni ist mit am gehässigsten und nimmt überhaupt keine Rücksicht. Dies könnte aber auch daran liegen, das Nanni einfach noch viel zu jung für solch ein Thema ist und in ihrem Alter wahrscheinlich noch sowas wie "Ih Jungs" denkt, was der Autor auch wiedergibt "[ .]aus der kurzen Nase, ihr kleines Gesicht sah verquollen aus" (Z. 9-10).

Nachdem alle geduldig auf Ritas antwort warteten, fuhr sie fort mit "Er kommt von jetzt an oft" (Z.25) und hielt dabei den Kopf aufrecht (Z. 25). Das Aufrechthalten des Kopfes signalisiert, das es Rita wirklich sehr ernst mit ihm ist und sie ihn wirklich liebt. Sie blickt nicht herab oder versucht bei diesem Satz zu zögern, sondern steht zu ihrer Liebe. Es ist ihr egal, ob er fett oder hässlich ist, sie wird ihm bei stehen.

Selbst wenn der Letzte Mensch auf der Welt auf sie zeigt, sie wird ihn nicht verlassen und diesen Mut versucht sie durch das Aufrechthalten des Kopfes auch ihrer Familie mitzuteilen. Als sie dann weiter ernst meint, dass sie sich mit ihm verlobt hätte, ist es plötzlich ganz still am Tisch und es bewegte sich keiner, was die Stille bzw. das Schweigen noch einmal verdeutlicht (Z.25-26).

Rita versucht in diesem Moment die angespannte Stimmung zu beheben und hat sich bis zu diesem Wendepunkt immer zurück gehalten. Nun wird sie sich nicht mehr zurückhalten und ihre Familie auch angreifen. Sie lachte erst versuchsweise (Z.26), da sie schon ziemlich niedergeschlagen war und konnte es dann sogar lauter als die Anderen. Durch diese Wende wird die Familie bloßgestellt und Rita nimmt nun die Pos.....

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Durch diesen Wendepunkt hat sich der anfangs geschriebene Konflikt bestätigt. Einerseits hätte Rita der Familie schon früher veraten können, das er ihr Verlobter ist, aber andererseits hätte sie dann nicht bemerkt, wie respektlos und sogar oberflächlich ihre Familie ist. Der Autor versucht dem Leser mitzuteilen, sich über Alles Gedanken zu machen und nicht nur mit einem Ohr zuzuhören.

Man sollte versuchen sich bei einem bestehenden Problem oder Konflikt in alle Personen hinein zu versetzen. Auch im realen Leben werden viele Menschen wegen ihres Aussehens herabgestuft und sowas sollte man selbst als eigene Persönlichkeit, versuchen zu vermeiden. Denn wenn jeder so denken würde, würde es bald keine Hänseleien mehr geben. Jeder darf und soll so sein wie er ist und sich nicht von jemanden richten lassen.

Rita wird ähnlich denken, denn sie liebt ihren baldigen Mann und achtet eher auf seine .....


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