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Gattungstheorie: Einführung in die Epik

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Literature

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Analysis of the speech I Have a Dream by Martin Luther King A The speech “I Have a Dream” from Martin Luther King contains many famous quotes and references. In the following I explain some selected quotes and clarify what effect they have. One famous quote from Martin Luther King is his sentence “We cannot walk alone” (l.64) He illustrates with these words that the world can´t solve conflicts without cooperation. So he demands that the black and white citizens forms a unit and respect each other. Another quote to consider is: “We can never…

LITERATUR I


Einführung in die Epik

 

EPIK

    • es geht um erzählende Texte  

    • wird erkannt an einem Erzähler, der eine Geschichte erzählt – narrative Texte 

    • Urform der Epik: Epen der Antike (Ilias und Odyssee v. Homer, Aeneis von Vergil) – in gebundener Rede verfasst; moderne Epik ist zum Großteil in ungebundener Rede 

    • Franz K. Stanzel (Erzähltheorie in den 1970ern) spricht von „Mittelbarkeit“: wichtiges Merkmal epischer Texte 

    • Form: meist in Prosa, nicht in gebundener, sondern in ungebundener Rede 

     

    2 Dimensionen

    1. Literarisches vs. alltägliches Erzählen

    Alltägliches Erzählen: meist wird von realen Vorkommnissen erzählt

    Literarisches Erzählen: fiktive Handlungen werden erzählt

    2. Dichterisches vs. nicht dichterisches Erzählen

     

    Schema:

     

    real

    dichterisch

    fiktiv

    nicht dichterisch

     

    Kombinationen:

    Reales und nicht dichterisches Erzählen         = alltägliches Erzählen

    Fiktives und dichterisches Erzählen                 = literarisches Erzählen

    Reales und dichterisches Erzählen                 = z.B. Biografie, Autobiografie; sind am Rande der Literatur angesiedelt

    Fiktives und nicht dichterisches Erzählen         = Lüge

     

     

    Frühe Erzähldebatten

    •   

    Platon

    • wirft Literatur vor, dass sie nur Lüge/Täuschung sei 

    • will aus seinem idealen Staat den Dichter verbannt wissen 

    • Dichter ist nicht nur unnütz, sondern kann auch schädlich sein 

    Aristoteles

    • greift diesen Vorwurf auf, ergänzt ihn 

    • gibt zu, dass die Dichter lügen, aber sie lügen nur auf der Oberfläche 

    • in ihrem Inneren sei die Literatur wahr 

    •   

     

    KONTEXTMARKIERUNGEN

    • sind Fiktionalitätssignale 

    • machen deutlich, dass es sich um einen fiktionalen Text handelt 

    5 Bsp. für Kontextmarkierungen:

    • Titel/Untertitel 

    • Eingangsformel 

    • Textschlüsse 

    • Episches Präteritum: Begriff stammt von Käthe Hamburger: historisches (bezeichnet etwas, was wirklich stattgefunden hat – reale Vergangenheit) vs. episches Präteritum (bezeichnet eine fiktionale Gegenwärtigkeit) „Am Vormittag hatte sie den Baum zu putzen. Morgen war Weihnachten.“ – kann nur im Roman vorkommen 

    • selbstreflexive Passagen: bspw. Exkurse, Kommentare; selbstreflexive P. nehmen in besonders krisenreichen Momenten zu 

     

    grundlegende Unterscheidung für die Analyse von Erzähltexten:

    WIE oder WAS?

    • (Was: meint das Erzählte 

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  • Auflösende Rückwendung: bspw. beim Krimi (steht am Ende einer Erzählung)
     

  • Aufbauende Rückwendung: befindet sich am Beginn einer Erzählung, erklärt z.B. wie der Held in die Situation gekommen ist, in der er sich befindet. Alfred Döblin Berlin Alexanderplatz ist ein Bsp. für eine aufbauende Rückwendung („Gestern noch hatte er Kartoffeln gehackt…“) 

  •   

  •  

    • Zukunftsgewisse vs. zukunftsungewisse Erzählung 

    • bei Prolepse: zukunftsungewisse Erzählung - Vorausdeutung kann nur ungewiss sein, wenn es keinen auktorialen Erzähler gibt; bei einem auktorialen Erzähler ist eine zukunftsgewisse Erzählung möglich 

    • Analytische vs. synthetische Erzählung 

    • Analytische E.: alles Wichtige ist schon vor der E. passiert, in der E. wird diese Vorgeschichte rekonstruiert. Bsp. Kleist Die Marquise von O. 

    • Synthetische E.: setzt ein mit einem wichtigen Ereignis, auf diesem baut die Geschichte auf. Bsp. Kafka Die Verwandlung 

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    Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt. Er lag auf seinem panzerartig harten Rücken und sah, wenn er den Kopf ein wenig hob, seinen gewölbten, braunen, von bogenförmigen Versteifungen geteilten Bauch, auf dessen Höhe sich die Bettdecke, zum gänzlichen Niedergleiten bereit, kaum noch erhalten konnte.

    Seine vielen, im Vergleich zu seinem sonstigen Umfang kläglich dünnen Beine flimmerten ihm hilflos vor den Augen.“

     

    • 2. Dauer  

    • 5 Möglichkeiten: 

    • zeitdeckend: Erzählzeit und erzählte Zeit stimmen überein; wirkliche Zeitdeckung ist nur im Theater möglich, aber auch im Roman bei längeren Passagen (Bsp. Fontane Grete Minde am HANDOUT) 

    • zeitdehnend: Erzählzeit ist länger als die erzählte Zeit (Bsp. Ilse Aichinger Spiegelgeschichte) 

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    Ein Notdach war gesetzt, Tore, Stiegen, Gemächer wieder eingerichtet, aber immer sah die Burg wie eine Ruine aus. Jahre kamen und vergingen, und immer sah die Burg wie eine Ruine aus. Alle Zeichen Ronalds trogen, und der Krieg, statt ein Ende zu nehmen, dauerte noch in die Jahre und Jahre, aber nie mehr erschien ein Feind vor Wittinghausen; ein Teil wußte, was sie für Ronald bedeutete, ein Teil kannte weder Ronald, noch die Feste.“

     

    • 3. Frequenz 

    • (Wie oft wird etwas erzählt?) 

    • singulative Erzählung: einmal wird erzählt, was geschehen ist  

    • repetitive Erzählung: es wird wiederholt erzählt, was sich einmal zugetragen hat (Bsp. Stilübungen von Queneau, Joseph Winkler: erzählt Selbstmord seiner Freunde immer wieder) 

    • iterative Erzählung: es wird einmal erzählt, was sich wiederholt zugetragen hat (Bsp. Honoré de Balzac „Eugénie Grandet“ am HANDOUT) 

     

    B Modus

    • bezeichnet die Mittelbarkeit und die Perspektivierung 

    • die Mittelbarkeit basiert auf der Erzählerinstanz (von Franz K. Stanzel beschrieben) 

    • Mittelbarkeit kann unterschiedlich stark in Texten zum Vorschein kommen, tendenziell schwächer ist die Mittelbarkeit in Trivialromanen, in anspruchsvolleren Texten ist sie leichter erkennbar 

    .....

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    • Innerer Monolog: Blüte mit Arthur Schnitzler (Leutnant Gustl am HANDOUT, Fräulein Else), ist eine Art stummes Selbstgespräch in der 1. Person. Erfinder war E. Dujardin. 

    • Bewusstseinsstromtechnik: wurde von James Joyce in seinem Roman „Ulysses“ entwickelt – „stream of consciousness“. Die innere Wahrnehmung + Wahrnehmung von außen wird in den Textfluss hereingenommen. Art erweiterter innerer Monolog. Bsp. Döblin Berlin Alexanderplatz 

    • 2. Erzählperspektiven nach Stanzel – 3 Erzählsituationen: 

    • personale Erzählsituation: erzählt aus der Perspektive einer Figur; Gedanken, Empfindungen, Wahrnehmungen einer Figur werden gut kennengelernt, aber diese Sicht ist auch gewissermaßen eingeschränkt; Erzählkommentare; Eindruck der Unmittelbarkeit ist hier besonders groß 

    • auktoriale Erzählsituation: hier wird aus der Perspektive eines allwissendes Erzählers erzählt; dieser steht außerhalb der Geschichte, kennt die Gedanken/Überlegungen etc. aller Figuren 

    • Ich-Erzählsituation: Ich-Erzähler, ist eine Figur wie andere innerhalb der Geschichte, erlaubt sehr tiefe Einsichten, ist aber auf die Perspektive der einen Figur beschränkt 

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  • Metadiegetisch: Erzählung dritter Stufe (=Erzählung in der Erzählung in der Erzählung)  

  • Gängigere und einfachere Bezeichnung: Rahmenerzählung u. Binnenerzählung.
    Bsp. Adalbert Stifter Granit: In der Rahmenerzählung erinnert sich das alte Ich an die Kindheit. Die Binnenerzählung bildet die eigentliche Geschichte, die Kindheitserinnerung des jungen Ich. 

  •  

    • Myse en Abyme: paradoxe Erzählkonstruktion, bei der die Rahmen- und die Binnenerzählung einander wechselseitig enthalten 

    • Bsp. André Gide „Die Falschmünzer“ (Erzählt die Geschichte eines Schriftstellers, der den Roman „Die Falschmünzer“ schreibt) 

     

    • 3. Stellung des Erzählers zum Erzählten 

  • 2 Möglichkeiten: 

  • Homodiegetischer Erzähler: der Erzähler ist als Figur am Geschehen beteiligt 

  • Heterodiegetischer Erzähler: der Erzähler ist nicht am Geschehen beteiligt 

  •   

  • 4. Verhältnis des Erzählers zum Leser/zur Leserin 

  • Erzähler kann Leser direkt ansprechen, in ein Gespräch mit ihnen treten (Bsp. Christoph Martin Wieland, Laurence Sterne „Tristram Shandy“) 

  •  

    WAS (das .....

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    • Uniregionale vs. pluriregionale Welten: 

    Uniregional: es gibt nur eine Welt mit einem System

    Pluriregional: mehrere Welten werden vereint (Bsp. Wieland „Don Sylvio von Rosalva“ – viele Binnenerzählungen, in denen Märchen etc. erzählt werden)

     

    stabile vs. instabile Welten:

    • Stabil: das einmal eingeführte System bleibt danach so stehen (Kafkas „Verwandlung“)
      Instabil: das System verändert sich, der Leser muss seine Einstellungen ständig überprüfen und auch verändern (Alfred Kubin Die andere Seite: beginnt wie ein realistischer Roman, wird dann immer phantastischer, zum Schluss albtraumhaft) 

     

    mögliche vs. unmögliche Welten:

    • mögliche: unsere bekannte natürliche Welt 

    • unmöglich: meint logisch unmöglich (Boris Vian Die Gischt der Tage: surrealer Text) 

     

    Handlun.....

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